Felix, auf einmal wieder ganz klein.
Leider, leider konnten wir die nächsten vier Kilometer bei Lake Louise nicht mehr ablegen, Lawinengefahr!
Der semifreddo Lake Louise, ganz toll, sind wir dafür gekommen? JA!
Ein anderes semifreddo, oder vielleicht doch mehr freddo.
Die Sonne hinter Cascade Montain.
Ein Wapiti hinterm Hotel in Banff.
Der Himmel über Victoria.
Canada 2011
Mittwoch, 1. Juni 2011
Canada, ganz allgemein
Canada, oh Canada. Seit drei Monaten sind wir jetzt hier und fühlen uns ziemlich wohl. Kein Wunder, ist Canada doch ein echtes Einwandererland, ein besonderes Land in vielen Hinsichten. Ursprünglich eine frz. Kolonie, wurde es 1763 britisch, 1867 wurde aus 4 britischen Kolonien die Canadische Federation und 1931 autonomer von England, die formelle komplette Unabhängigkeit erlangte es erst 1982. Die Queen of England ist noch immer offizielles Staatsoberhaupt. Darum wahrscheinlich auch zu sehen auf dem 20 Dollarschein, während auf der Rückseite ein Werk des "Indianerkünstlers" Bill Reid abgebildet ist. Aber abgesehen von der grandiosen Natur und der Grösse und Weitläufigkeit der Landschaften sind auch die Kanadier ganz unerwartete Menschen. Unglaublich höflich und hilfsbereit. Immer zu einem Gespräch bereit: Das war vielleicht am gewöhnungsbedürftigsten. Überall, ob im Bus, im Restaurant, an der Ampel, oder beim Einkaufen. Jeder scheint interessiert und macht ein Schwätzchen. Ausserdem auch sehr auffallend, dass nicht geflucht wird, das schlimmste Schimpfwort, das ich hörte, war "heilige Makrele".......Vielleicht darum, dass der Nationalsport Eishockey - hier nur als 'Hockey' bekannt - ist. Ein ideales Ventil für echte (als Spieler) und sublimierte (als Zuschauer) Aggressionen. Zufälligerweise ist das Vancouver Team, die "Vancouver Canucks" im Moment sehr erfolgreich, vor einigen Minuten haben sie im "Best out of 7 games" das erste Spiel gegen die Bostoner Mannschaft gewonnen und sollten sie echt 4 der Spiele gewinnen, sind sie Gewinner des Stanley Cups, quasi die Meisterschaft der NHL, in der USamerikanische und kanadische Teams spielen. Von hier: Go Canucks, Go!! Allerdings beeinflusst das Hockey auch unsere Reise. Dank der Spiele sind Vancouvers Hotels diese Woche/Wochenende total ausgebucht, bzw. total überteuert. Nur 9 von 145 Hotels hatten überhaupt noch Platz und die waren dann auch noch bis zu 35km vom Stadtzentrum entfernt. Darum sind wir eine Nacht länger in Clearwater geblieben und fahren morgen nach Harrison Hot Springs, immer noch zwei Stunden vom Flughafen entfernt, wo wir am Samstagmorgen um 10.30h sein müssen. Und weil heute nicht so viel passiert ist (wieder 'nen Wasserfall gesehen), ein paar Photos einfach so.
Der Gondoliere Felix zu Banff, am Sulphur Montain.
Familie zufällig am Peyton Lake, nach Viertelstunde Schneewanderung.
Die gleiche Familie auf'm Gletscher.
Zu Füssen des gleichen Gletschers.
Der Gondoliere Felix zu Banff, am Sulphur Montain.
Familie zufällig am Peyton Lake, nach Viertelstunde Schneewanderung.
Die gleiche Familie auf'm Gletscher.
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Wieder so'n Wasserfall (Athabasca Falls).
Montag, 30. Mai 2011
Von Banff über das Columbia Icefield nach Jasper
Banff war ein ganz angenehmes Städtchen, die Hauptsaison hatte noch nicht angefangen, also die Zimmerpreise waren noch nicht verdoppelt. Unsere Wildtier-seh-Rate hingegen hat sich am ersten Abend in Banff durchaus verdoppelt: Erst ein Wapiti auf der Strasse hinterm Hotel und dann auch noch ein Coyote etwas später, aber es wird noch besser, aber dazu mehr später. Was haben wir denn noch so gemacht in Banff? Also, erstmal geschlafen und dann sind wird nach dem Aufwachen zur Gondel vom Sulphur Montain gefahren.Wir hatten unwahrscheinliches Glück, wurde unsere Hinreise noch durch Regen begleitet, hatten wir strahlend helles und klares Wetter gestern und heute. Felix und auch wir fanden die Gondel toll
und der Ausblick auf die umringenden Rocky Montains (in diesem Fall der Cascade Montain - 2998m, Wahrzeichen von Banff, der grosse Berg links und Tunnel Montain - 1692m, der ganz kleine Berg in der Mitte)
war auch sehr spektakulär, naja Felix fand den selbstgebauten Schneemann interessanter (andere Eltern waren von unserer Kreativität nicht so begeistert, mussten sie doch auch für ihre Sprösslingen Hand an den Schnee legen, um unserem Beispiel zu folgen). 
Aber um euch nicht mit alpinen Bildern zu langweilen, hier noch zwei coole Menschen mit Sonnenbrille und ein gewöhnlicher Sterblicher, der manchmal am selben Ort wie die and'ren beiden weilen darf.

Nach diesem schönen Ausflug sind wir natürlich nicht hier eingekehrt,

sondern haben uns noch den historischen Kern von Banff angeschaut (wir hätten gewarnt sein sollen nach beinahe drei Monaten Kanada, historisch bedeutet eigentlich etwas älter als gestern), den hiesigen Fluss bewundert ( und Steine geworfen, na klar!) und dann ein wenig geschlafen. Der Nachmittag hat uns dann auf den bereits oben genannten Tunnel Montain geführt: 1692m einfach so an einem Nachmittag, mit Felix auf dem Rücken und untrainiert -wie hoch Banff liegt, müsst ihr selbst nachschauen, falls ihr unserer Leistung nicht vertraut, aber lasst euch gesagt sein, dass eine Einwohnerin Banff's ( sag mal ganz schnell Banff's, Banff's, Banff's hintereinander....) 40 Jahre lang jeden Tag mindestens (!) einmal hinauf gestiegen ist.
Also ich war ganz schön fertig, diese extremen Höhenlage sind wir als Plattländer ja gar nicht gewöhnt. Auf jeden Fall ging's dann heute ganz frisch und fruchtig (nach zwei doppelten Espressos, oh Gott, Erik auf Koffein) zu unseren Gletscherfreunden im Columbia Icefield, so fühlten wir uns heute ( ok, ich dann):
Der Highway Nr.93, der sogenannten Icefield Parkway, ging echt so die ganze Zeit weiter, wird nicht echt langweilig, weil's imposant bleibt, aber Mann-O-Mann, gibt's hier viele Berge, einer höher als der andere, von ganz bis teilweise schnee- (Felix sagt Nee) bedeckt. Die Strasse geht über und unter die Baumgrenze, über und unter die subalpine Grenze, also ziemlich hoch und runter. Die schönsten Bergseen und die coolsten Gipfel. Am Peyton Lake hat Felix wieder mit Streifenhörnchen gespielt, wahrend wird die Aussicht genossen haben.

Man kann eine kleine, nicht zugefrorene Ecke sehen, an dem das typische Türkisblau zu uns hinauf schimmerte. Nach Spiel und Spass dann endlich zum Gletscherfeld. Das gigantische Columbia Gletscherfeld ist 325 Quadratkilometer gross, wir sollten mal gerade 2 % davon zu sehen bekommen, aber dass war gross genug, mit Bus und Spezialfahrzeug ging's rauf auf den Gletscher.

Dass war toll! Danach zurück zum Auto, vorher noch Gletscherwasser für $ 2,50 die Flasche trinken und ab ging die Post nach Jasper. Noch 'nen Wasserfall angeschaut, wiederum recht spektakulär und wieder ins Auto. Aber dann entschieden wir uns für die alte Autobahn, die mehr durch den Wald führt. Und siehsewohl, sofort: Zwei Rehe (hatten übrigens auch zwei Bergziegen mit weissem langen Fell gesehen). Schön, aber nicht so toll wie das hier:

Haben wir doch echt unseren zweiten freilaufenden Schwarzbären gesehen und dieser hier liess sich ziemlich viel Zeit um die Strasse zu überqueren, Elchstreifen war nicht nötig, absolute Bärenvorfahrt hier. Ja, dann mussten wir gewissermassen zwangsläufig in Jasper zum Abendessen Bärenschinken essen, nein Scherz, Pizza und Souvlaki, typisch Kanadisches Essen! Guten Appetit!
Samstag, 28. Mai 2011
Von Kamloops zu Rogers Pass und bis nach Banff
Ja Kamloops. sehr unereignisreich, aber sah nachts ganz schön aus, weil wir uns über der Stadt befanden, dann sind die City-lights natürlich immer ganz schön, aber sonst......Die Fahrt nach Rogers Pass (RP) war eine regnerische, ideal um im Auto zu sitzen, aber man sieht natürlich nicht soviel von den Bergen, wenn die Wolken tief hängen. Auf RP selbst erwartete uns die Grand Glacier Lodge, ein Hotel, das vor 30-40 (vielleicht sogar 60)Jahren noch neu war, aber inzwischen die Zähne der Zeit an sich hat nagen fühlen. Ausserdem erwartete uns unerwarterter Schnee, die Lodge war teilweise durch bis zu 2 m hohe Schneehügel umgeben und alle Wanderwege waren noch verschneit, bzw. noch geschlossen, auch hier wieder Lawinengefahr.

Das hat uns nicht abgehalten mit den handzahmen Erdmännchen zu spielen und doch noch einen begehbaren und schneefreien Wanderweg zu suchen. Ins Auto, 10 Minuten fahren, abbiegen, 5 Minuten fahren und dann ein anderes Auto mit einem Ortskundigen zu treffen, der uns wiederum zu einem andren Weg führte, den "Bear Trail".

Als wir auf den zweiten Parkplatz fuhren, haben wir doch echt
einen Schwarzbären aufgeschreckt, der in voller Sicht - aber zu schnell für die Kamera - das Weite suchte, unglaublich. Der Ratschlag des freundliche Führers war dann, um laut singend den Weg zu den versprochenen Wasserfällen zu laufen, das haben wir gemacht und auch (leider?) keinen Bären mehr gesehen (ich binde euch echt keinen auf....). Am heutigen Morgen war das Wetter freundlicher und sind wir zur meist fotographierten Sehenswürdigkeit Kanadas weitergereist:
Lake Louise, bekannt um das türkisfarbene Wasser, umgeben durch hohe schneebedeckte Berge.
Aber ihr kennt inzwischen unser Wetterproblem, während sich in Europe die Hitzewellen jagen, ist es hier kalt: Lake Louise war grösstenteils zugefroren und schneebedeckt, majestätisch zwar, aber nicht so wie gedacht. Wir haben noch eine Runde gedreht mit Felix im Rucksack und haben uns dann nach Banff begeben.

Und weil Filme immer so schön sind, vor allem wenn ich dramatisch drauf bin, hier noch zwei kleine Impressionen. Doei.
Donnerstag, 26. Mai 2011
Die Reise, Whistler und Kamloops
Die Tour de Rocky's hat angefangen, neues Auto, neues Glück. Haben doch echt einen grossen amerikanischen Dogde Wagen bekommen, verbraucht sogar nur 10l auf 100km, aber bitte, er ist auf jeden Fal komfortabel und schwarz, im Schneegestöber auf den Rocky-Pässen zwei nicht zu unterschätzende Eigenschaften.

Das Schneetreiben ist ja wohl auch gut zu sehen, obwohl es auch hier Ende Mai ist, nix anderer Kontinent, das gilt nur für die nördliche/südliche Halbkugel, das mit den Jahreszeiten, obwohl man beinahe meinen möchte.....


Auf jeden Fall hat Felix am Mittwoch noch mit Nova gefrühstückt und bei Donna-Lynn gespielt und sind wir danach erst losgefahren in besagtem schwarzen Auto. Die Fähre um 12.45 h haben wir dann leider nicht mehr bekommen in Nanaimo, es wurde die um 3.10h (12 Std. Notation ist hier gebräuchlich). Nach 1 3/4 Std. ereignisloser Überfahrt und nach einigen Rutschvorgängen von Felix im bordeigenen Kinderspielplatz haben wir dann am Festland angelegt, ganz feste, daher daher Festland (høhøhø).
.

Und dann die Fahrt nach Whistler, bekannt bei uns von de Winterspielen 2010 und ausserdem bei 2 Mio. Besuchern, die jeden Winter hier rumrutschen auf Snowboards und Skis. Die erste Strasse nach Whistler wurde 1964 angelegt und eigentlich war es die selbe Strasse, auf der wir uns bewegten. Sofort bot sich das Bergpanorama unseren ermüdeten Augen an, das ich hier wie folgt kommentiere:
Das Hotel war glücklicherweise durch Christine gebucht, Whistler konnte uns nicht überraschen, zumindest nicht mit zu hohen Hotelpreisen, aber leider scheint es hier so zu sein, dass das Abendessen dann teurer wird als die Übernachtung - die spinnen die Kanadier.....Ansonsten schöne olympische Ringe mit echten Medaillenanwärtern.

Und das ist das, denn es regnete und die Wolken hingen auch auf halbacht, also auf 'nen Berg fahren und die Wintersportgebiete bewundern war auch nicht drin, bzw. nicht echt wertvoll. Schade, aber so konnten wir Mittags losfahren und uns auf die Bergpässe, Steigungen und Niederungen stürzen. Die Geschwindigkeitsangaben an den Strassen sollte der ortsunbekannte Autofahrer STRENGSTENS beachten, zwischen dem Aufenthalt auf der Strasse und einer weichen Wolke unterm Engelpopo liegen nur Zentimeter (ich übertreibe, aber aufpassen sollte man durchaus). Auf jeden Fall befanden wir uns in Lawinengebieten, wie man hier sieht.

Die Fahrt dauerte für etwas über 300km 5 1/2 Std, das zum Zustand der Strassen und zu den herrschenden Tempobeschränkungen. Aber Ende gut alles gut, wir sind in Kamloops angekommen, einem aussergewöhnlich gewöhnlichem Ort, typisch Durchreisestadt. Aber unterwegs haben wir noch einen Snack in einer deutschen Bäckerei im schönen Ort Lillooet (wer diesen Namen bereits eher gehört hat bekommt auch einen Preis) erstanden und haben eben dort auch noch den berühmtesten Zug von Kanada, den Rocky Mountaineer getroffen. Abwarten wer zuerst ankommt. Und zum Beweis das letzte Foto und ein herzliches Bye-Bye.

Dienstag, 24. Mai 2011
Der Victoria-Vorhang fällt





Morgen ist dann echt der Abschied von Victoria, darum eine kurze Fotoübersicht von Felix in diversen Lebenslagen: Als Kneter, Maler, Sandburgenbauer, Osterhasenohrenträger und Auf-dem-Schoss-von Christines-Professorin-Sitzender. Morgen wir ein voller Tag, erst wird zum Abschied Pfannkuchen gegessen bei Nova (Felix sagt immer noch Nosa), Armand und Faro, die auch noch Geburtstag hat. Dann geht's ab zur KiTa (Felix und Christine) und darf Erik das eine Mietauto wegbringen und das neue Auto holen, zur Uni fahren, einpacken und dann die KiTa-Besucher abholen, dann schläft Felix hoffentlich im Auto auf der Fahrt nach Nanaimo ein, wo wir auf die Fähre nach Horse Shoe Bay einsteigen und dann geht es auch noch weiter nach Whistler - bekannt von den Winterspielen voriges Jahr. Deutlich also, dass wir jetzt schlafen gehen, oder? Bis in den Rocky Montains, Hals und Beinbruch!!
Samstag, 21. Mai 2011
Der letzte Abend in 3917 Anton St, Victoria




Und dann ist es der letzte Abend in dem Haus auf 3917 Anton St hier in Victoria.
Wir haben uns immer gewundert, wie man an eine vierstellige Hausnummer in einer Strasse mit 10 Häusern kommt, aber inzwischen wissen wir's. Die ersten zwei Zahlen geben den Block gerechnet vom Stadtzentrum an (downtown Victoria) und dann ist es üblich um die Hausnummern in Viererschritten steigen zu lassen. Also das erste Haus auf unserer Strassenseite ist 1, dann 5, dann 9, dann 13 und: Ja richtig: 17!! Lustig, oder (zumindest für unsere nicht amerikan. Leser)?!
Morgen geht's zum Campus der Uni, wo wir noch drei Nächte verbringen werden, denn wir wollen am Montag den Nationalfeiertag "Victoriaday" (nach Queen Victoria) erleben und dann am Dienstag Abschied von der KiTa nehmen (Christine mit einer unglaublichen Torte auf ihrer Arbeit) und ganz entspannt in "Ferien" in die Rocky's fahren, das scheint auch ganz schön zu sein.
Die Fotos sind ein kleiner Nachtrag zum Kajak-Abenteur, könnt ihr die Kulisse sehen, vor der sich die Begegnung der Seehundart zugetragen hat, kann man die Torte bewundern und auch wie sehen Felix morgens aufwacht (bzw. wir alle zusammen aufwachen). Die Reihenfolge ist natürlich anders rum, aber das habt ihr schon selbst gemerkt, oder? Bis später Alligäter
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