Banff war ein ganz angenehmes Städtchen, die Hauptsaison hatte noch nicht angefangen, also die Zimmerpreise waren noch nicht verdoppelt. Unsere Wildtier-seh-Rate hingegen hat sich am ersten Abend in Banff durchaus verdoppelt: Erst ein Wapiti auf der Strasse hinterm Hotel und dann auch noch ein Coyote etwas später, aber es wird noch besser, aber dazu mehr später. Was haben wir denn noch so gemacht in Banff? Also, erstmal geschlafen und dann sind wird nach dem Aufwachen zur Gondel vom Sulphur Montain gefahren.Wir hatten unwahrscheinliches Glück, wurde unsere Hinreise noch durch Regen begleitet, hatten wir strahlend helles und klares Wetter gestern und heute. Felix und auch wir fanden die Gondel toll
und der Ausblick auf die umringenden Rocky Montains (in diesem Fall der Cascade Montain - 2998m, Wahrzeichen von Banff, der grosse Berg links und Tunnel Montain - 1692m, der ganz kleine Berg in der Mitte)
war auch sehr spektakulär, naja Felix fand den selbstgebauten Schneemann interessanter (andere Eltern waren von unserer Kreativität nicht so begeistert, mussten sie doch auch für ihre Sprösslingen Hand an den Schnee legen, um unserem Beispiel zu folgen). 
Aber um euch nicht mit alpinen Bildern zu langweilen, hier noch zwei coole Menschen mit Sonnenbrille und ein gewöhnlicher Sterblicher, der manchmal am selben Ort wie die and'ren beiden weilen darf.

Nach diesem schönen Ausflug sind wir natürlich nicht hier eingekehrt,

sondern haben uns noch den historischen Kern von Banff angeschaut (wir hätten gewarnt sein sollen nach beinahe drei Monaten Kanada, historisch bedeutet eigentlich etwas älter als gestern), den hiesigen Fluss bewundert ( und Steine geworfen, na klar!) und dann ein wenig geschlafen. Der Nachmittag hat uns dann auf den bereits oben genannten Tunnel Montain geführt: 1692m einfach so an einem Nachmittag, mit Felix auf dem Rücken und untrainiert -wie hoch Banff liegt, müsst ihr selbst nachschauen, falls ihr unserer Leistung nicht vertraut, aber lasst euch gesagt sein, dass eine Einwohnerin Banff's ( sag mal ganz schnell Banff's, Banff's, Banff's hintereinander....) 40 Jahre lang jeden Tag mindestens (!) einmal hinauf gestiegen ist.
Also ich war ganz schön fertig, diese extremen Höhenlage sind wir als Plattländer ja gar nicht gewöhnt. Auf jeden Fall ging's dann heute ganz frisch und fruchtig (nach zwei doppelten Espressos, oh Gott, Erik auf Koffein) zu unseren Gletscherfreunden im Columbia Icefield, so fühlten wir uns heute ( ok, ich dann):
Der Highway Nr.93, der sogenannten Icefield Parkway, ging echt so die ganze Zeit weiter, wird nicht echt langweilig, weil's imposant bleibt, aber Mann-O-Mann, gibt's hier viele Berge, einer höher als der andere, von ganz bis teilweise schnee- (Felix sagt Nee) bedeckt. Die Strasse geht über und unter die Baumgrenze, über und unter die subalpine Grenze, also ziemlich hoch und runter. Die schönsten Bergseen und die coolsten Gipfel. Am Peyton Lake hat Felix wieder mit Streifenhörnchen gespielt, wahrend wird die Aussicht genossen haben.

Man kann eine kleine, nicht zugefrorene Ecke sehen, an dem das typische Türkisblau zu uns hinauf schimmerte. Nach Spiel und Spass dann endlich zum Gletscherfeld. Das gigantische Columbia Gletscherfeld ist 325 Quadratkilometer gross, wir sollten mal gerade 2 % davon zu sehen bekommen, aber dass war gross genug, mit Bus und Spezialfahrzeug ging's rauf auf den Gletscher.

Dass war toll! Danach zurück zum Auto, vorher noch Gletscherwasser für $ 2,50 die Flasche trinken und ab ging die Post nach Jasper. Noch 'nen Wasserfall angeschaut, wiederum recht spektakulär und wieder ins Auto. Aber dann entschieden wir uns für die alte Autobahn, die mehr durch den Wald führt. Und siehsewohl, sofort: Zwei Rehe (hatten übrigens auch zwei Bergziegen mit weissem langen Fell gesehen). Schön, aber nicht so toll wie das hier:

Haben wir doch echt unseren zweiten freilaufenden Schwarzbären gesehen und dieser hier liess sich ziemlich viel Zeit um die Strasse zu überqueren, Elchstreifen war nicht nötig, absolute Bärenvorfahrt hier. Ja, dann mussten wir gewissermassen zwangsläufig in Jasper zum Abendessen Bärenschinken essen, nein Scherz, Pizza und Souvlaki, typisch Kanadisches Essen! Guten Appetit!

























